Nachdem ich im letzten Post bereits über mein Jahr in Japan reflektiert habe – wie es ablief und was ich aus dieser Zeit mit in die Zukunft nehme –, möchte ich diesen Beitrag etwas kompakter gestalten: ein Überblick über die Highlights meines Japan-Jahres. Orte, die mich auf meinen Reisen besonders beeindruckten, Momente, die mir im Gedächtnis bleiben werden, und kulinarische Erlebnisse, die mich begeistert haben. Manche davon werde ich kurz kommentieren, andere sprechen vielleicht schon für sich.
In späteren Beiträgen möchte ich noch ausführlicher auf meine Reisen und alltäglichen Erfahrungen in Japan eingehen. Wer sich darauf freut, bekommt hier also schon einmal einen kleinen Vorgeschmack.
Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Beitrag zu schreiben beginne, bleibt mir genau eine Woche bis zur Rückkehr nach Deutschland. Es ist also gut möglich, dass dies der letzte Post sein wird, den ich direkt aus Japan veröffentliche.
Reise-Highlights
Beste Solo-Reisen (lang):
Lange Solo-Reisen waren für mich Touren, die mindestens 4 Tage dauerten und bei denen ich in der Regel zwei oder mehr Städte bzw. Präfekturen besuchte.
- Tohoku Reise (Dezember 2024 - Januar 2025) (Aomori, Morioka/Hiraizumi, Sendai)
- Kyushu-Reise (März 2025) (Kumamoto, Nagasaki)
- Shikoku-Reise (September 2025) (Kochi/Susaki, Tokushima/Naruto)
Beste Solo-Reisen (kurz):
Kurze Solo-Reisen waren Reisen von 2–3 Tagen, meist in eine einzige Stadt oder Präfektur. Manchmal verband ich sie mit einem kurzen Zwischenstopp in einer weiteren Stadt, wie etwa bei der Chubu-Reise im Mai 2025.
- Niigata-Reise (April 2025)
- Okayama/Kurashiki (November 2024)
- Chubu-Reise (Kofu, Matsumoto) (Mai 2025)
Beste Reisen mit meiner Freundin:
Diese Reisen hatten für mich einen ganz besonderen Wert, da ich sie mit meiner Freundin teilen konnte.
- Awaji-Sommerreise (August 2025)
- Shikoku-Reise (März 2025) (Takamatsu, Shodoshima, Matsuyama, Uchiko, Shimonada)
- Hokuriku-Reise (Katsuyama, Kanazawa)
Bester Tagesausflug
Tagesausflüge waren kleine Touren, die sich an einem Tag machen ließen – morgens los, abends zurück.
- Awaji (Mai 2025)
- Otsu (Juli 2025)
- Toba (September 2024)
Größte Überraschungen
Orte, die ich vorher kaum kannte oder bei denen ich nicht wusste, was mich erwartet – und die mich schließlich besonders beeindruckten.
- Shodoshima
- Niigata
- Matsue
Will ich auf jeden Fall wieder besuchen (Stadt)
Einige Städte haben mich so begeistert, dass ich sie unbedingt wiedersehen möchte.
- Nagasaki
- Sendai
- Niigata
Will ich beim nächsten Mal etwas genauer erkunden (Stadt)
Hier war die Zeit zu kurz oder die Lage ungünstig, sodass ich nicht alles sehen konnte, was ich wollte.
- Kochi
- Shizuoka
- Okayama
Will ich beim nächsten Mal etwas besser erkunden (Präfektur)
Diese Präfekturen konnte ich nicht so ausführlich erleben, wie ich es mir gewünscht hätte – oft wegen der Entfernungen oder mangelnder Erreichbarkeit ohne Auto.
- Kochi
- Niigata
- Yamanashi
Will ich auf jeden Fall wieder besuchen (Insel etc.)
Neben Städten gab es auch besondere Inseln oder Naturorte, die mich nachhaltig beeindruckten.
- Shodoshima
- Awaji
- Naruto-Sprudel
War gut, blieb aber etwas hinter den Erwartungen
Diese Städte waren keineswegs schlecht, ich hatte dort auch schöne Momente – aber meine Erwartungen waren etwas höher oder ich stellte mir manches anders vor. Vielleicht ergibt sich ein zweiter Besuch, um mein Bild zu vervollständigen.
- Morioka
- Kumamoto
- Hiroshima (ohne Miyajima)
Beste lokale Spezialitäten, die ich probierte
Einige regionale Spezialitäten, die mich besonders begeistert haben.
- Miso-Katsu (Nagoya)
- Katsuo-Shio-Tataki (Kochi)
- Kaisen-Don mit weißen Garnelen (Shiroebi) (Toyama)
Geschichten aus Städten, die mich besonders beeindruckten
Manche Städte in Japan verbergen bewegende, tragische oder inspirierende Geschichten. Diese haben mich besonders beeindruckt und sind mir in Erinnerung geblieben.
- Yakumo Koizumi bzw. Lafcadio Hearn und sein Leben (Matsue)
- Megumi Yokota's Entführung (Niigata)
- Atombombe und die letzte Stadt auf die sie abgeworfen wurde (Nagasaki)
- Hanshin-Awaji-Erdbeben (Kobe)
Schönste Ausblicke
Orte, an denen ich unvergessliche Panoramen über Stadt und Natur genießen konnte.
- Berg Inasa (Nagasaki)
- Mirai Tower (Nagoya)
- Toki Messe (Niigata)
Stundentenleben-Highlights
Uni-Fächer, die mir besonders Spaß machten:
Ein zentraler Teil meines Japan-Jahres war natürlich das Studium selbst. In den zwei Semestern an der Universität Osaka belegte ich knapp 20 verschiedene Fächer – manche machten mir mehr Spaß, manche weniger. Hier möchte ich meine persönliche Top 3 vorstellen, also jene Kurse, die mir am meisten Freude bereiteten und die mir besonders in Erinnerung geblieben sind.
1. Konversation (Wintersemester)
Der Unterricht lief meist so ab: Wir lasen zu Hause einen Text zu einem bestimmten Thema und sprachen im Unterricht mit Kommilitoninnen und Kommilitonen darüber. Klingt vielleicht nicht besonders spannend, aber die Atmosphäre, die die Dozentin im Kurs schuf, machte die Stunden zu etwas Besonderem. Viele Themen regten zudem zum Nachdenken an. In diesem Unterricht konnte ich außerdem eine enge Freundschaft mit einem anderen Austauschstudenten schließen – etwas, das mir noch wichtiger geworden ist als der eigentliche Stoff.
2. Linguistik (Wintersemester)
Das Seminar bei einem Dozenten slowakischer Herkunft fand ich ebenfalls sehr bereichernd. Obwohl er Japanisch auf Muttersprachniveau beherrschte, war die Unterrichtssprache meistens Englisch. Da ich mich generell sehr für Sprachwissenschaft interessiere, war es für mich besonders spannend, die linguistischen Eigenheiten des Japanischen kennenzulernen und sie mit meinen beiden Muttersprachen zu vergleichen. Auch die lockere Atmosphäre – etwa wenn der Dozent alle männlichen Teilnehmer mit -kun ansprach – trug dazu bei, dass der Unterricht einer der angenehmsten und lebendigsten meiner Zeit in Osaka wurde.
3. Geschichte (Sommersemester)
Ein ganz besonderes Erlebnis war der Geschichtskurs, da ich hier der einzige Teilnehmer war. Die Dozentin gab sich große Mühe, den Stoff spannend zu erklären und auf mein Sprachniveau Rücksicht zu nehmen, denn viele historische Fachbegriffe waren auf Japanisch nicht einfach zu verstehen. Vor jeder Stunde unterhielten wir uns kurz darüber, wie es mir ging, und wenn ich von einer Reise zurückkam, fragte sie neugierig nach meinen Eindrücken und erzählte mir oft spannende Fakten über die jeweilige Region. Ursprünglich war geplant, dass wir es von der Jōmon-Zeit bis zur Meiji-Zeit schaffen würden – am Ende kamen wir „nur“ bis zur Muromachi-Zeit. Trotzdem habe ich aus diesem Kurs unglaublich viel mitgenommen.
Fazit:
Alle drei Fächer haben mir gezeigt, dass guter Unterricht nicht nur vom Thema abhängt, sondern auch von der Atmosphäre und den Menschen, die ihn gestalten. Genau diese Mischung aus inhaltlichem Interesse und persönlichem Austausch machte mein Studium in Osaka für mich so wertvoll.
Uni-Fächer, in denen ich besonders viel gelernt habe
Als Nächstes möchte ich drei Fächer vorstellen, in denen ich zwar nicht immer am meisten Spaß hatte, aber besonders viel lernen konnte. Diese Kurse erweiterten meinen Horizont, ließen mich Neues über die japanische Kultur erfahren und gaben mir Denkanstöße, die über den Unterricht hinaus wirken.
1. Anime (Sommersemester)
Inhaltlich war dieses Seminar für mich ein Highlight: Wir beschäftigten uns mit der Geschichte des japanischen Anime, bestimmten Studios und Genres. Als langjähriger Anime-Fan (wenn auch in den letzten Jahren nicht mehr so aktiv) fand ich es spannend, vieles systematisch aufgearbeitet zu bekommen. Besonders interessierte mich die Entwicklung der 1990er- und 2000er-Jahre. Weniger begeistern konnte ich mich für Gundam – bis heute ist mir nicht ganz klar, warum gerade dieser Mecha-Anime so enorm populär ist. Die erste Folge von Evangelion nach Jahren noch einmal zu sehen, war dagegen ein richtig warmes Gefühl.
Warum ich den Kurs dennoch nicht zu den „spaßigsten“ zähle: Der Dozent nahm den Stoff sehr ernst. Jede Stunde mussten wir ein „Comment Sheet“ mit unseren Gedanken schreiben. Das bedeutete, dass ich oft schon während des Schauens überlegen musste, was ich notiere – was die Freude am spontanen Schauen ein wenig minderte. Trotzdem habe ich fachlich sehr viel aus diesem Seminar mitgenommen.
2. Kalligraphie (Wintersemester)
Zu diesem Fach hatte ich eine Art Hassliebe – und doch bin ich im Nachhinein froh, teilgenommen zu haben. Ich wollte japanische Kalligraphie schon immer ausprobieren, stellte aber schnell fest, dass sie viel mehr ist als nur das Schreiben von Kanji mit dem Pinsel. Vor jeder Stunde musste erst einmal die Tinte mit Tintenstein und Wasser angerührt werden, was schon 5 Minuten oder länger dauerte. Es gibt verschiedene Stile, die ich ausprobieren durfte – mal gelang es mir besser, mal schlechter. Meine Freundin lobte aber regelmäßig die Kanji, die ich ihr schickte, und auch die Dozentin gab neben ihren vielen Korrekturen hin und wieder anerkennendes Feedback. Besonders schön war, dass ich mir in diesem Kurs einen Künstlernamen geben konnte, den ich erst mit meiner Freundin und dann mit meiner Lehrerin auswählte: Onko (恩光). Weniger schön war dagegen, dass der Kurs Montagabend nach einem langen Unitag stattfand – und ich jede Woche ein komplettes Kalligraphie-Set mitschleppen musste.
3. Hayao Miyazakis Welt (Wintersemester)
Ein weiteres Anime-Seminar, diesmal mit Fokus auf Miyazaki. Vor dem Kurs hatte ich von seinen Filmen nur Mein Nachbar Totoro, Wie der Wind sich hebt und Arietti gesehen – wirklich beeindruckt hatte mich davon nur Arietti. Ich verstand lange nicht, warum Miyazaki und Studio Ghibli weltweit so verehrt werden, und hoffte, das in diesem Seminar nachvollziehen zu können.
Und tatsächlich: Auch wenn ich persönlich immer noch ein größerer Fan von Satoshi Kon und seinen Werken wie Millennium Actress oder Paranoia Agent bin, verstehe ich nun besser Miyazakis Denkweise und die Botschaften seiner Filme. Besonders beeindruckt haben mich diesmal Chihiros Reise ins Zauberland (der japanische Titel lautet übrigens wörtlich „Sen und Chihiro und der Versteck der Götter“ was meiner Meinung nach zu der Handlung etwas besser passt) sowie Pom Poko. Auch Totoro hat mir beim zweiten Schauen viel besser gefallen. Kalt ließ mich dagegen Nausicaä aus dem Tal der Winde – obwohl auch dieser Film eine wichtige Botschaft trägt.
Die 3 besten Uni-Erlebnisse (chronologisch)
17. November 2024 – Reise nach Kyoto (Kuramayama, Kibune) mit dem Foto-Club
Über diese Fahrt habe ich schon im Beitrag über meine Erfahrungen mit Uni-Clubs geschrieben. Es war einer dieser Tage, an denen Studium, Natur und Gemeinschaft wunderbar zusammenkamen – und die mich noch lange begleiten werden.
15. Juli 2025 – Präsentation über ein Thema in Minoh
An diesem Tag präsentierten wir unser Kadai – ein Projekt zu einem Thema, das mit der Stadt Minoh verbunden war. Es war nicht nur ein spannender Einblick in lokale Besonderheiten, sondern vor allem ein unglaublich befreiendes Gefühl, dieses Projekt endlich abgeschlossen zu haben.
8. August 2025 – Abschluss-Zeremonie
Der feierliche Schlusspunkt meines Auslandsjahres.
Rituale, Routinen und Freizeitaktivitäten, die ich vermissen werde
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Lawson- und 7-Eleven-Abende
Fast jeden Abend holte ich mir vor dem Schlafengehen einen warmen Tee bei Lawson hinter dem Minoh-Campus. Manchmal ging ich auch zu 7-Eleven – wo nachts gelegentlich eine ältere japanische Dame hinter der Kasse arbeitete. Mit ihrem herzlichen Lächeln begrüßte sie uns Auslandsstudierende immer wieder aufs Neue, und diese kleine Begegnung wurde zu einem heimlichen Highlight meines Alltags. -
„Ittekimasu“ und „Tadaima“ im Wohnheim
Ein kleines Ritual, das ich liebgewonnen habe: Beim Verlassen des Studentenwohnheims „Ittekimasu“ zum Personal zu sagen und beim Heimkommen „Tadaima“. Eine Routine, die so einfach war und mir doch jedes Mal das Gefühl von Zuhause gab. -
Café-Besuche in Minoh
Gelegentlich traf ich mich mit Uni-Freunden in kleinen Cafés in Minoh. Kein spektakuläres Ereignis – aber gerade diese gemütlichen Stunden haben ihren festen Platz in meinen Erinnerungen gefunden. -
BB Game Center
Etwa in den letzten zwei Monaten habe ich dieses Game Center für mich entdeckt. Ich war insgesamt fünfmal dort – zunächst mit Uni-Freunden, später war manchmal auch meine Freundin dabei. Es war eine Mischung aus Spaß, Leichtigkeit und ein Stück typisch japanischer Freizeitkultur, die ich sehr schätzen gelernt habe.
Osaka-Highlights
Osaka war für mich nicht nur die große Metropole – es war vor allem Alltag, Liebe und viele kleine Orte voller Erinnerungen.
🏞️ Minoh – mein Studien- und Alltagszentrum
Hier verbrachte ich zwei Semester an der Uni, wohnte im Wohnheim und erlebte mein Studentenleben in Japan. Nicht immer einfach oder spaßig, aber der Ort, an dem ich zwischen September 2024 und August 2025 offiziell zu Hause war.
💕 Higashiosaka – Zuhause bei meiner Freundin
Die andere Hälfte meiner Woche verbrachte ich bei ihr in Higashiosaka. Besonders die Gegend um Mito- und Fuse-Bahnhof ist mir ans Herz gewachsen – hier teilten wir viele schöne Tage, und seit meinem Umzug wohne ich auch offiziell dort.
🍝 Yao – kulinarische Wochenenden
In der Nachbarstadt von Higashiosaka entdeckten wir unsere Lieblingsspots: Starbucks, Hama Sushi, Jolly Pasta (mit dem wohl höflichsten Oberkellner der Welt 😄), das Showa-Café Karudan und das Ario-Einkaufszentrum. Perfekt für entspannte Samstage und Sonntage.
🎄 Tennoji – erste Begegnung & Weihnachtsmarkt
Hier traf ich meine Freundin das erste Mal offline – und hier wurden wir ein Paar. Auf dem Weihnachtsmarkt in Tennoji verbrachten wir unser erstes Date und genossen eine unvergessliche Winterstimmung.
Osaka war für mich nicht einfach nur eine Stadt – es war mein Alltag, meine Liebe und eine Sammlung von Momenten, die ich nie vergessen werde.
Besondere Events in Osaka, die ich erleben durfte
🌏 Expo 2025 (Yumeshima)
Das erste Mal in meinem Leben konnte ich eine Weltausstellung besuchen – in Japan wird sie „Bampaku“ genannt. Insgesamt war ich drei Mal auf der Expo, einmal davon bin ich sogar fast unfreiwillig auf der sogenannten All-Night Expo gelandet.
(Dazu schreibe ich später noch einen eigenen Beitrag mit mehr Eindrücken!)
🎶 Macaroni Empitsu Live (Zepp Osaka Bayside)
Durch meine Freundin habe ich diese Band ebenfalls liebgewonnen – und am 9. September konnten wir sie zusammen live erleben.
Es war ein besonderes Konzert für Mitglieder des Okkake-Fanclubs: Neben den größten Hits gab es auch viele selten gespielte Songs, die Fans (auch ich) natürlich trotzdem kannten. Ein unvergesslicher Abend!
📖 Treffen mit Bilingirl Chika (Umeda)
Ehrlich gesagt kannte ich diese YouTuberin früher gar nicht – doch durch meine Freundin wurden wir beide Fans. Gemeinsam schauten wir vor allem ihre Roadtrip- und Reisevideos.
Bei einem speziellen Buch-Event in Umeda konnten wir Chika Yoshida kurz treffen. Ihre zweisprachige Art (Japanisch & Englisch auf Muttersprachen-Niveau) beeindruckte mich als ebenfalls bilingual Aufgewachsener besonders. Für uns beide ist sie inzwischen zu einem kleinen Vorbild geworden – sowohl was Lebensstil als auch Kindererziehung betrifft.
Kulinarische Highlights
🗾 Spezialitäten nach Stadt/Präfektur, die ich probieren konnte
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Takayama (Gifu): Hida Gyu (lokales Rindfleisch 🥩)
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Tottori (Tottori): Tottori Kaisen-Don (Meeresfrüchte-Donburi 🐟)
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Okayama (Okayama): Demi-Katsudon
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Aomori (Aomori): Hakkoda Beef Burger 🍔 & Yuki Ringo (Apfel-Sake 🍎🍶)
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Sendai (Miyagi): Gyutan (Rinderzunge)
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Nagoya (Aichi): Miso-Katsu
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Hiroshima (Hiroshima): Hiroshima-Yaki (Okonomiyaki nach Hiroshima-Art)
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Kumamoto (Kumamoto): Basashi (Pferde-Sushi 🐎🍣 – gewöhnungsbedürftig, aber spannend!)
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Takamatsu (Kagawa): Sanuki Udon
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Niigata (Niigata): Tare-Katsudon & Sake aus Niigata
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Kofu (Yamanashi): Wein aus der Yamanashi-Präfektur 🍷
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Matsumoto (Nagano): Sanzokuyaki (frittierte Hähnchenkeule)
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Toyama (Toyama): Shiroebi (weiße Garnelen) 🦐, Kaisen-Don & Toyama-Sake
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Shizuoka (Shizuoka): Shizuoka-Oden
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Kochi (Kochi): Katsuo-/Shio-Tataki & Shimanto-Sake
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Toba (Mie): Tekone-Sushi & Toba Monogatari-Sake
🍜 Meine Lieblings-Restaurantketten
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Hama-Sushi – meine erste Wahl für Sushi 🍣
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Jolly Pasta – überraschend gut, besonders das Personal in Yao 👌
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Vie de France – ideal für ein schnelles Frühstück 🥐☕
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Kukuru – Takoyaki-Genuss in Perfektion 🐙
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Saizeriya – italienische Klassiker zum Studentenpreis
☕ Besondere Restaurants & Cafés (keine Ketten)
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Karudan (Yao): Showa-Style Café mit besonderem Flair und leckeren Burgern
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Yakiniku Shirafuku (Yao): perfekt für Grillabende mit Freundin und/oder Freunden 🥓🔥
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Mother Moon Café (Minoh): gemütlich und stilvoll
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About Her (Minoh): modern & kreativ – ein Ort zum Verweilen
🌸 Besondere Highlights
In diesem Kapitel möchte ich einige Erinnerungen teilen, die mein Japan-Jahr besonders geprägt haben. Manche davon waren voller Glück und Freude, andere eher bewegend oder bittersüß – doch sie alle gehören zu den wertvollsten Momenten dieser Zeit.
24. Dezember 2024 – Weihnachten in Japan
Mein erstes Weihnachten in Japan – und zugleich der Tag, an dem meine Freundin und ich offiziell ein Paar wurden. Ein Moment, der für immer eine besondere Bedeutung behalten wird (darüber schrieb ich bereits in einem der letzten Posts).
31. Dezember 2024 / 1. Januar 2025 – Neujahr in Morioka
Das erste Mal Neujahr in Japan, und dazu noch auf Reisen. Allein in Morioka, einer mir bis dahin unbekannten Stadt im Norden, erlebte ich ein Fest, das hier eine ganz besondere kulturelle Bedeutung hat. (Mehr dazu werde ich in meinem Morioka-Reisebericht schreiben.)
11.–13. Januar 2025 – Erste gemeinsame Reise nach Kanazawa
Unsere erste Reise als Paar führte uns nach Kanazawa. Wir genossen Yakiniku, schlenderten durch die Stadt und erlebten meinen allerersten Onsen-Besuch – abends im APA Hotel Chuo.
28. Februar 2025 – Sonnenuntergang am Shinji-See
Ein sehr bewegender Moment: der Sonnenuntergang über dem Shinji-See in Matsue. Schade nur, dass meine Freundin nicht dabei sein konnte. Trotzdem bleibt dieser Tag in Erinnerung.
1. April 2025 – In Niigata auf den Spuren von Megumi Yokota
Ein zutiefst bewegendes Erlebnis: Nach meiner Ankunft in Niigata machte ich mich auf den Weg nach Yoriihama, wo Megumi Yokota einst zur Schule ging. Ich verfolgte symbolisch ihren Schulweg bis zu der Kreuzung, an der sie vermutlich entführt wurde – ein Ort voller Schwere und Nachhall.
Mai – September 2025 – Unsere Miffy-Dates 🐰
Eine ganz andere, fröhliche Art von Erinnerung: Zahlreiche „Miffy-Dates“ in Kobe (und einmal in Kyoto), anlässlich des 70. Jubiläums der kleinen Hasendame. Von Restaurantbesuchen im Dick Bruna Table über ein temporäres Miffy-Café im Kobe Port Tower bis hin zu Zakka-Festas – diese kleinen Ausflüge schenkten uns so viel Freude.
10. Mai 2025 – Erster Ausflug auf die Awaji-Insel
Ein perfekter Tag: viel Spaß, viel Lachen, und am Ende ein atemberaubender Sonnenuntergang, den wir zusammen bestaunten. Definitiv einer der glücklichsten Momente meines Japan-Jahres.
8. August 2025 – Abschluss-Zeremonie
Ein feierlicher Moment, gemeinsam mit Freunden und meiner Freundin, die mich begleitete. Nach der Zeremonie verbrachten wir noch einen schönen Nachmittag und Abend, bevor ein guter Freund am nächsten Tag abreisen musste.
21.–23. August 2025 – Große Awaji-Reise
Diesmal mehrere Tage auf der Insel: Onsen, Übernachtung in einer ehemaligen Grundschule, kleine Cafés und Restaurants mit Meerblick. Eine unvergessliche Reise, die noch nachklingt.
9. September 2025 – Macaroni Empitsu Konzert
Zwei Wochen vor meiner Rückreise noch einmal ein musikalisches Highlight – das Konzert von Macaroni Empitsu in Osaka, über das ich schon berichtet habe.
13.–15. & 20.–21. September 2025 – Die letzten Wochenenden
Die letzten beiden Wochenenden mit meiner Freundin waren wunderschön, aber zugleich bittersüß. Viele „letzte Male“ reihten sich aneinander: letztes Mal Expo, letztes Mal Kobe, letztes Mal Miffy-Event, letztes Mal USJ, letztes Mal Jolly Pasta. Es werden sicher nicht die letzten Male überhaupt gewesen sein – aber zumindest für die nächsten zwei Jahre.
✨ Diese besonderen Tage haben meinem Japan-Jahr Tiefe und Farbe verliehen. Manche waren voller Glück, andere voller Melancholie – und zusammen ergeben sie eine Geschichte, die ich nie vergessen werde.
Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Post beende, ist es bereits der 22. September 2025 – der letzte Tag vor meiner Abreise. Wie ich es schon geahnt hatte, sollte dies mein letzter Beitrag aus Japan werden.
Doch dieser Blog geht weiter. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland werde ich die Tohoku-Reiseberichte fortsetzen – und auch sonst noch viele Themen rund um mein Japan-Jahr und Japan im Allgemeinen mit euch teilen.
Für jetzt bleibt mir nur zu sagen: Sayonara und Arigatō – für dieses großartige Jahr, für all die Erfahrungen und Begegnungen. Ich verspreche: Ich werde zurückkehren. Und beim nächsten Mal (oder vielleicht übernächsten, falls ich vorher auf kürzere Reisen komme) will ich nicht nur für ein Jahr hier sein – sondern kommen, um zu bleiben.
必ずまた戻ってきます。
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